Amphibienschutz

 

Erdkröte

Diese Kröte hat es geschafft.

Jedes Jahr im März/ April wandern die Amphibien auch bei uns im Doppeldorf. Vor allem sind Erdkröten unterwegs. Im Huckepack tragen die Weibchen ihre Männchen ins nahe gelegene Gewässer zum Ablaichen. Am Giebelsee und am Teilungssee kann man das wunderschön beobachten. Amphibien brauchen stehende Gewässer zum Laichen. Bei Erdkröten sieht der Laich wie lange Schnüre aus. Bald entstehen daraus Kaulquappen, aus denen sich dann die kleinen Kröten entwickeln.

Auf dem Weg zum Laichgewässer überqueren viele Erdkröten Straßen. Betroffen sind in unserem Doppeldorf vor allem die Eggersdorfer Straße und die Altlandsberger Chaussee.

Erdkrötenpärchen

Die kleinen Naturschützer, glücklich über die geretteten Erdkrötenpärchen

Durch den Aufbau von Amphibienschutzzäunen versuchen wir sie vor dem Überfahren zu retten. Morgens und abends werden die Eimer geleert. Zu den fleißigen Helfern zählen kleine und große Naturschützer. 

Im Jahr 2013 haben wir erstmals erlebt, was diese Aktionen für den Amphibienbestand bewirken. Am Teilungssee hatten wir im letzten Jahr keinen Zaun mehr aufgebaut, weil wir glaubten, dass an dieser Stelle nur wenige Tiere die Straße überqueren. In den vergangenen Jahren hatten wir, was die Arten betrifft, interessante Ergebnisse, aber insgesamt nur wenige Tiere in den Fangeimern. Anwohner waren verwundert, dass wir 2012 keinen Zaun mehr aufgebaut hatten, denn es wurden doch etliche Tiere überfahren. In diesem Jahr gab es Angebote aus der Bevölkerung, uns beim zweimal täglichen Kontrollieren der Zäune am Teilungssee zu unterstützen. So bauten wir Mitte April nach der langen Kälteperiode doch wieder den Zaun an der Wasser- Ecke Paradiesstraße auf, auch wenn wir unsere Zweifel hatten, ob der Aufwand größer ist als der Nutzen. Von den Ergebnissen waren wir dann aber doch überwältigt. Neben Knoblauch- und Erdkröten sowie Braunfröschen wurden erstmals seit etlichen Jahren auch wieder zwei Wechselkröten gefunden. Vor allem aber war die Anzahl der geretteten Tiere in den dreistelligen Bereich gesprungen (die Listen werden zurzeit noch ausgewertet). Dieses Ergebnis ist eindeutig die Frucht der Arbeit der vorangegangenen Jahre. Durch das sichere über die Straße leiten zur Laichzeit erholten sich die Bestände. Dies wirkt sich insgesamt positiv auf das ökologische Gleichgewicht und damit auf die Leistungsfähigkeit der Natur in der Region aus. Also Amphibienschutzzäune helfen nicht nur einigen Kröten, sondern stärken das gesamte Ökosystem, was sich bis hin zur Gesundheit der Pflanzen in den Gärten auswirkt. 

Auch in der Altlandsberger Chaussee war die Anzahl gestiegen, und zwar noch deutlicher, da wir dort seit 2009 ununterbrochen Zäune aufbauen, wandern viele Erdkröten vor allem zwischen der Grenzstraße und dem Postbruchweg. Im Zusammenhang mit dem geplanten Ausbau der Landesstraße sollen zwei Amphibienschutztunnel gebaut werden, so wie bereits im Bahnhofsbereich Petershagen Nord.

Dann hoffen wir, dass viele Amphibien wieder selbständig und ohne unsere Hilfe den Weg zum Laichgewässer schaffen.

 

 

 

 

 


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